Rotflügelige Schnarrschrecke

Tiere im Projektgebiet

Die Rotflügelige Schnarrschrecke (Psophus stridulus) gehört zur Familie der Feldheuschrecken und wird zwischen 20 und 38 mm groß. Vor allem das Männchen besticht durch seine kontrastreiche Färbung. Der meist schwarz gefärbte Körper hebt sich deutlich von den tieforangeroten Hinterflügeln ab. Auch die Weibchen haben rote Hinterflügel, ihr Körper ist jedoch mehr grau- bis rotbraun. Beide Geschlechter weisen an den Hinterschenkeln drei helle Streifen auf. Mit einem ratternd-knarrenden Geräusch fliegen die Männchen umher, während man die Weibchen nur leise und eher selten hört.

Die Rotflügelige Schnarrschrecke besiedelt gerne kalkreiche, magere und trockene Rasen, Weiden, Waldblößen und Flussheiden. Dort ernährt sie sich von Blättern und Kräutern. Ihre Eier legt sie auf offene, kahle Bodenstellen. Über vier Stadien entwickeln sich die Larven zu den Alttieren, welche in Tirol erst im Spätsommer ihr Aktivitätsmaximum erreichen.

Da man in Tirol überdurchschnittlich große Populationen dieser Schrecke findet und auch am Tiroler Lech viele Individuen beheimatet sind, leistet das LIFE-Projekt einen wichtigen Beitrag zum Schutz dieser Art.

Steckbrief

Größe20 – 25 mm (Männchen), 24 – 38 mm (Weibchen)
AussehenMännchen oft schwarz, Weibchen grau- bis rotbraun, rotorange Hinterflügel, drei helle Streifen an den Hinterschenkeln
NahrungBlätter, Kräuter
LebensraumKalkreiche, magere und trockene Rasen, Weiden, Waldblößen und Flussheiden
EntwicklungszyklusIn vier Larvenstadien zum erwachsenen Tier
AktivitätsmaximumAugust – Oktober
BesonderheitRatternd-knarrendes Geräusch
Gefährdung„Vorwarnstufe“ (Rote Liste Österreich; Berg et al., 2005)
Rotflügelige Schnarrschrecke
Rotflügelige Schnarrschrecke
Rotflügelige Schnarrschrecke
Rotflügelige Schnarrschrecke