Lech Hornberg

Revitalisierung

Strukturierung und Aufweitung – so lautet das Motto der Baumaßnahme. Am rechten Ufer des Lechs wird der bestehende Damm samt seinem Uferbegleitweg bis zum Lechsteg abgetragen und wieder neu errichtet. Um die Strukturvielfalt zu erhöhen und den Geschiebetransport (= Transport von Feststoffen) zu gewährleisten, werden insgesamt sieben Buhnen (Querverbauungen im Flussbett) errichtet. Bei erhöhter Wasserführung werden die Buhnen einmal jährlich überspült. Flussaufwärts nahe dem Lechsteg werden zwei der sieben Buhnen mit einer ufernahen Überströmmulde errichtet. Zwischen den Buhnen werden Schotterbänke angelegt.

Hier bekommt der Lech wieder Spielraum für seine gestalterischen Fähigkeiten. Der Bau der beiden Buhnen vor der Wehranlage in Höfen soll Anlandungen vor der Wehranlage verhindern und Treibgut von der Ausleitungsstrecke fernhalten.

Im Zuge der Errichtung der Geschiebefalle Hornberg wurden zur Erhöhung der Strukturvielfalt und zur Gewährleistung des Geschiebetransports bereits zwei Buhnen im Gemeindegebiet Höfen errichtet. Auch sie werden bei erhöhter Wasserführung überspült und können mit kiesigem, erdigem Material überschüttet werden.

Lageplan (PDF Download)

Projektgebiet

Die flussbaulichen Arbeiten an der Maßnahme C.2 werden im Gemeindegebiet von Ehenbichl umgesetzt. Das Projektgebiet liegt unterhalb der Geschiebefalle Hornberg und verläuft bis zur Wehranlage in Höfen. Die Bauarbeiten erfolgen im Bereich von Flusskilometer 182,5 – 181,7.

Technische Details
  • 7 Buhnen werden errichtet
  • Anlage einer Überströmmulde
  • Durchschnittliche Aufweitung zwischen Flusskilometer 182,5 und 181,7 ca. 10 m
  • Höhe neuer Lechdamm: 4 m
  • Breite Uferbegleitweg: 3 m
Warum wird diese Baumaßnahme durchgeführt?

Auf einer Länge von 1,3 km wird ein naturnahes, strukturreiches, dynamisch geprägtes Ufer geschaffen. Veränderliche Uferbereiche, Schotter- und Sandbänke, Totholz, Ruhigwasserzonen, Kolke, Furten oder Rinnen werden das Gebiet prägen und es entstehen neue Lebens-, Brut- und Rastplätze auf einer Fläche von ca. 1,5 ha.

Wer zieht Vorteile aus dieser flussbaulichen Maßnahme?
  • Äsche (Thymallus thymallus)
  • Koppe (Cottus gobio)
  • Flussuferläufer (Actitis hypoleucos)
  • Flussregenpfeifer (Charadrius dubius)
  • Rotflügelige Schnarrschrecke (Psophus stridulus)
  • Gefleckte Schnarrschrecke (Bryodemella tuberculata)
  • 3220 Alpine Flüsse mit krautiger Ufervegetation
  • 3230 Alpine Flüsse mit Ufergehölzen von Myricaria germanica
  • 3240 Alpine Flüsse mit Ufergehölzen von Salix elaeagnos
  • 91E0* Auenwälder mit Alnus glutinosa und Fraxinus excelsior (Alno-Padion, Alnion incanae, Salicion albae)
Wer ist für die Umsetzung verantwortlich?

Bundeswasserbauverwaltung Tirol, Baubezirksamt Reutte

Baukosten

1.605.000 €

Davon werden 1.059.000 € mit nationalen Mitteln (Mittel von Bund und Gemeinden im Zuge des Projekts Geschiebefalle Hornberg genehmigt) bezahlt und 546.000 € werden durch die EU gefördert.

Fortschritt des Projekts

BaubeginnBauendeBaufortschritt
9. Jänner 201724. August 2018Bau abgeschlossen
Projektgebiet: Hornberg

Projektgebiet vor Baubeginn

Projektgebiet: Hornberg

Projektgebiet nach Bauabschluss

(Sommer 2018)



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